Video Produktion 911 GTS / Big Sur / Morro Bay

Warum vögelnde Seehunde und geölter Teer den 911 GTS ausbremsen wollten…

Wenn Kevin Regie macht, ist es nicht immer ganz einfach alles umzusetzen. Beim Scouting in Californien für den 911 GTS hatte er sich in zwei Straßen verliebt – den Highway No1 im Big Sur und der Eric Seastrand Memorial Highway im Morro Bay. Schön! Geile Locations, super Straßen… Gerne – Kevin! „Ich brauche im Big Sur einen Hubschrauber, der ein paar Meter über dem Ozean fliegt und anschließend auf der Straße den 911 ableckt“ – Gerne Kevin! „Außerdem brauchen wir ein Cam-Car mit Russian Arm für die Car2Car Aufnahmen“ – Gerne Kevin! Im Morro Bay sollte es dafür statische Aufnahmen geben und eine Flugdrohne. OK! Let´s do it! Produktionsleiter Jochen stellt die Anfragen beim Filmoffice in San Francisco. „Filmwork keeps Los Angeles alive“ heißt es ja immer an der West-Coast. Dumm nur, das Hubschrauber da nicht fliegen dürfen im Juni. Wegen den Seehunden. Die haben da nämlich Paarungszeit. Und Kevins Helicopter irritiert nun mal – „oink oink“ – so ein Tier beim Sex. Da uns der 911 GTS Film nicht wichtiger ist, als das Aussterben dieser Säugetier-Rasse (Kevin sah das natürlich anders) haben wir uns dann für eine Flug-Drohne entschlossen. Die ist zwar leider teurer, aber auch praktischer im Handling und das ruhige „rattern“ der Rotoren lässt die Seehunde in Ruhe knattern.

Das auch ein Cam Car mit Polizeibegleitung und Vollsperrung zwischen Juni und September am Big Sur nicht fahren darf, war die zweite Hiobsbotschaft des Tages. Hatte aber nichts zu tun mit kopulierenden Seehunden sondern mit Touristen. Fotografierenden, nicht kopulierenden… So viele Touris jedenfalls, dass man die Straße nicht zu machen darf. Also, Planänderung: Wir mieten ein Motorrad, Kameramann Stefan hinten drauf setzen, durch die Kurven rauschen. Hat alles gekappt. An der Location haben wir dann den Seehunden zugeguckt – beim schwimmen natürlich nur.

Die US Straßenbaubehörde hat sich dann gemeldet wegen der Straße im Morro Bay. Die ist 300 Meilen lang, aber exakt auf den 400 Metern Flüster-Asphalt auf denen Kevin gerne drehen wollte sollte, an exakt dem Tag wo wir da waren, die Straße aufgerissen werden. Wer Baustellen in den USA kennt, der weiß was das bedeutet: Kilometerlange Sperrungen, dutzende Menschen die Schilder hoch halten und alle 10 Meter ein orangefarbenes Hütchen, damit die 4 Autos, die stündlich über die kerzengerade Strecke fahren keinen Unfall bauen mit den erlaubten 45 mph. Aber Produktions-Ass Jochen ist hartnäckig. Irgendwie hat die Straßenbaubehörde die Baustelle einen Tag vorgezogen. Vermutlich war unser 911-Dummy-Car das erste Auto, was überhaupt über diesen nagelneuen, frisch geölten Aspahlt gefahren ist. Der sah dann soooo frisch aus, wie in CGI gerendert. Voll unwirklich irgendwie. Hätten die Nerds im Büro Zeit gehabt, hätten sie noch ein bisschen Dreck reingerendert. Sollte ja echt aussehen.

2018-04-05T12:08:01+00:00

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